Blower Door 2017-06-29T15:38:40+00:00

Blower Door / Dichtheitsmessung

Luftdicht bauen = behaglich wohnen & Energie sparen

Eine dichte Gebäudehülle ist ein wichtiger Faktor zeitgemäßen Bauens: Sie verhindert unangenehme Zugluft und sorgt dafür, dass keine unnötigen Heizkosten entstehen. Schon die kleinsten Undichtheiten, die naturgemäß lange Zeit unentdeckt bleiben, können langfristig Schimmelbefall und sogar irreparable Schäden an der Gebäudekonstruktion verursachen!

Mit dem Blower-Door-Test steht ein genormtes Verfahren zur Überprüfung der Gebäudehülle auf Luftdichtheit zur Verfügung, das sowohl für einzelne Wohnungen, als auch für ganze Gebäude gleichermaßen geeignet ist. Er ist ein unverzichtbares Mittel der Qualitätskontrolle für Planer, ausführende Firmen und Bauherren. Auch für die Wohnbauförderung ist der Dichtheitsnachweis teilweise Voraussetzung!

Warum sollte jeder Bauherr die Dichtheit überprüfen lassen?

Minimale Undichtheiten, etwa bei Fensteranschlüssen, Bauteilverbindungen oder Dampfsperren, sind trotz aller Sorgfalt der ausführenden Professionisten leider keine Seltenheit. Diese gilt es nach Fertigstellung des Rohbaus aufzuspüren, denn die möglichen Folgen stören nicht nur den Wohnkomfort – vielmehr können die Kosten für die nachträgliche Beseitigung extrem hoch ausfallen.

Undichte Gebäudehüllen bedeuten:

  • Verlust von Heizenergie und trockenes Raumklima im Winter
  • Geringerer Wärmeschutz im Sommer
  • Funktionsverlust bei Raumlüftungsanlagen
  • Reduktion des Schallschutzes
  • Schäden an Bauteilen durch die Bildung von Kondenswasser
  • Erhöhte Gefahr für Schimmelbildung
  • Nicht nur für Neubauten hat sich die Dichtheitsmessung bewährt – sie ist auch bei der Altbausanierung die perfekte Option, um die Planung der notwendigen Maßnahmen zu optimieren!

Die „Blower Door“ ist ein Rahmen mit stufenlos regulierbarem Ventilator, der für die Messung luftdicht in eine Türöffnung eingesetzt wird. Das Gebläse erzeugt einen Unter- bzw. Überdruck; es wird gemessen, welche Luftmenge dabei durch Undichtheiten hinein- oder herausströmt. Um die fehlerhaften Stellen exakt zu orten, stehen verschiedene Mittel zur Verfügung: Große Undichtheiten fühlt man meist schon per Hand, kleine lassen sich mittels Rauch, Luftgeschwindigkeitsmesser oder Infrarotkamera aufspüren.

Beim Test wird die „Luftwechselrate n50“ bestimmt: Es wird eine konstante Druckdifferenz von 50 Pa aufrechterhalten, der geförderte Luftvolumenstrom wird gemessen und durch das beheizte Volumen des Gebäudes dividiert. Je kleiner der errechnete Wert, desto dichter ist das Gebäude.

Bei der Sanierung von Altbauten sollte die Dichtheitsmessung bereits Bestandteil der Planungsphase sein. Bei Neubauten wiederum sollte die Luftdichtheitsebene hergestellt sein: bei massiven Außenwänden nach dem innenseitigen Verputzen, bei Leichtbauten nach dem vollständigen Anbringen der Dampfsperre.